- Entwicklung von Jidoka
- Konzept von Jidoka
- Die Entwicklung und der Einfluss von Jidoka
Was ist Jidoka?
Jidoka stammt aus dem Toyota-Produktionssystem und wird oft vergessen, obwohl es eines der wichtigsten Prinzipien von Lean Management ist. Bei Jidoka geht es um Qualität an der Quelle oder um eingebaute Qualität. Kein Unternehmen kann ohne exzellente Produkt- und Servicequalität wettbewerbsfähig sein, und Jidoka zeigt den Weg dorthin.
Entwicklung von Jidoka
Jidoka wurde 1896 von Sakichi Toyoda (Gründer der Toyota-Gruppe) erfunden und bestand aus einer einfachen Vorrichtung, die den Schiffchen an einem automatischen Webstuhl anhalten konnte, wenn der Faden riss.
Dies bedeutete, dass die Maschine nicht nur Fehler verhinderte, sondern den Bediener auch auf Probleme aufmerksam machte. Dadurch konnte ein Bediener mehrere Webstühle gleichzeitig bedienen, anstatt nur an einer Maschine zu stehen und auf Störungen zu achten. Dieses Prinzip wurde als Autonomation oder Automatisierung mit menschlicher Komponente bekannt.
Der Toyota-Begriff „Jido“ bezeichnet eine Maschine mit eingebautem Entscheidungsmechanismus, während der japanische Begriff „Jido“ (Automatisierung) eine autonom arbeitende Maschine meint. Jidoka steht für Automatisierung mit menschlicher Interaktion, im Gegensatz zu einer Maschine, die lediglich unter der Aufsicht eines Bedieners agiert.
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Prinzipien des Jidoka
Das Prinzip des Jidoka ist in 4 Schritte unterteilt:
- Eine Anomalie entdecken
- Stoppen
- Beheben Sie das unmittelbare Problem
- Die Ursache untersuchen und beheben
Der Vorteil von Jidoka liegt in seiner Anwendbarkeit. Es beschränkt sich nicht nur auf die Automatisierung von Maschinen, sondern ist in nahezu jedem Aspekt der schlanken Produktion sichtbar, sobald man es genauer betrachtet. Es geht darum, Qualität in einen Prozess zu integrieren, anstatt sie erst am Ende zu überprüfen.
Der erste Schritt von Jidoka besteht darin, die Anomalie zu erkennen. Daher verwendet die Maschine für die Autonomie einfache Sensoren, um ein Problem zu erkennen, stoppt dann und hebt die Probleme für den Bediener hervor.
Bei einem Linienstopp erkennt der Bediener eine Störung, stoppt die Linie und hebt das Problem auf einer Andon-Anzeigetafel für alle sichtbar hervor.
Da der Webstuhl bei Auftreten eines Problems stoppte, wurden keine fehlerhaften Produkte hergestellt. Dies ermöglichte es, einen einzelnen Bediener für zahlreiche Webstühle einzusetzen, was zu einer enormen Produktivitätssteigerung führte.
Da die Anlagen bei Auftreten eines Problems stillstehen, kann ein einzelner Bediener viele Maschinen visuell überprüfen und überwachen. Als wichtiges Werkzeug für diese visuelle Kontrolle eignet sich das Problemanzeigesystem Andon, das in den Toyota-Werken eingesetzt wird. Mit diesem System können die Bediener Probleme in der Produktionslinie auf einen Blick erkennen.
Fazit
Jidoka ist ein wirkungsvolles Lean-Prinzip, das Qualität in jeden Schritt des Produktionsprozesses integriert. Indem es Maschinen und Menschen befähigt, Probleme frühzeitig zu erkennen, Abläufe zu stoppen und die Ursachen zu beheben, verhindert Jidoka die Anhäufung von Fehlern und ermöglicht kontinuierliche Verbesserung. Weit mehr als nur eine Automatisierungsstrategie steht Jidoka für eine Kultur der Verantwortung, Transparenz und integrierten Qualität. Richtig angewendet, führt Jidoka zu weniger Fehlern, höherer Effizienz und gesteigerter Kundenzufriedenheit – und ist somit unverzichtbar für jedes Unternehmen, das Exzellenz anstrebt.
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